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• INFORMATIONEN

Falls eine (eingeschränkte) Arbeitserlaubnis erteilt werden kann bzw. eine Arbeitserlaubnis vorliegt, können Ausländer die üblichen Wege zur Arbeitssuche nutzen.
Erste Anlaufstelle ist die Bundesagentur für Arbeit, lokale und überregionale Zeitungen, Internetportale etc.. Daneben gibt es spezielle Institutionen, die Ausländer bei der Jobsuche unterstützen.

Anerkannte Flüchtlinge und Asylanten sowie Kontingentflüchtlinge erhalten keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern haben Anspruch auf Leistungen nach SGB II.
Damit ist bei der Arbeitssuche das Jobcenter der Ansprechpartner.

Für Studienbewerber und Studierende aus Drittstaaten gelten besondere Regelungen.

Detaillierte Informationen finden Sie u.a. auf den Webseiten:
Bundesministerium (BAMF)
• Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) - übersichtliche Arbeitshilfe zu Arbeitsmarktzugang und -förderung
• Aufenthaltsstatus und Arbeitsmarktzugang - InfoBlatt der Bundesagentur für Arbeit
Netzwerk IQ (Integration durch Qualifikation)
• sowie Übersichten auf der Internetseite vom Projekt Q der GGUA Flüchtlingshilfe e. V., Münster
· (Zugang zur Beschäftigung ...)
· (Zugang zum SGB II und zur Erwerbstätigkeit...)

Informationen für Arbeitgeber:
Die Beschäftigung von anerkannten Flüchtlingen, Asylbewerberinnen bzw. Asylbewerbern oder Geduldeten hängt von bestimmten Voraussetzungen ab. Worauf Sie achten müssen und wie die Bundesagentur für Arbeit Sie unterstützen kann, erfahren Sie auf der Webseite der BA.
z.B. "Potenziale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen"

Die IHK Trier und die HWK Trier informieren in ihren Internetauftritten über ihre neu geschaffenen Arbeitsplätze zur qualifizierten und passgenauen Vermittlung zwischen Unternehmen und arbeitssuchenden Flüchtlingen.
Im Bereich der IHK Trier ist ein "Willkommenslotse" eingesetzt, der diese Aufgabe übernimmt,
die HWK Trier hat einen "Flüchtlings- und Migrationscoach" eingerichtet.

Der DIHK und das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) haben gemeinsam eine Publikation für Unternehmen herausgegeben. "Perspektiven bieten - So gelingt der Berufseinstieg geflüchteter Frauen in Ihr Unternehmen". In diesem Leitfaden finden Sie hilfreiche Informationen rund um die Beschäftigung von weiblichen Flüchtlingen, Praxistipps und -beispiele.

Auf der Webseite "Neustart in Deutschland" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erfahren Arbeitgeber, welche Regeln zur Anstellung von Flüchtlingen zu beachten sind und welche Unterstützung Sie bei der Anstellung von Langzeitarbeitslosen erhalten können.

Zahlreiche Unternehmen in der ganzen Bundesrepublik haben sich zu dem Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" zusammengeschlossen, durch ihr Engagement soll Berufsvorbereitung, Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung gefördert werden.

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• ANERKENNUNG VON ABSCHLÜSSEN

Im Ausland erworbene Berufsabschlüsse oder Studienabschlüsse sollten für die Arbeitssuche anerkannt und damit nutzbar gemacht werden.
Erster Ansprechpartner ist in diesem Fall das Bundesministerium (BAMF) – dort ist eine Hotline geschaltet, bei der die jeweils zuständigen Stellen erfragt werden können (030/1815-1111).

Weitere Informationen im Internet:
· Bundesagentur für Arbeit
· Anerkennung in Deutschland - Das Informationsportal (in verschiedenen Sprachen verfügbar) der Bundesregierung - Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen.
(Info-Flyer in mehreren Sprachen zum Download)
· LerNet Bonn/Rhein-Sieg e.V. - Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung zu im Ausland erworbener Berufsqualifikationen
· Netzwerk IQ - Integration durch Qualifikation: Das Anerkennungsverfahren
· IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz -
· IQ-Beratung Palais e.V. - Anerkennung von ausländischen Studien- und Berufsabschlüssen

Anerkennung von Schul- oder Hochschulabschlüssen
· Informationsportal zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (Infoblatt der ZAB)

Anerkennung von Schulabschlüssen
· Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Rheinland-Pfalz - Anerkennung ausländischer Zeugnisse und Bildungsnachweise

Zeugnisbewertung von Hochschulabschlüssen aus allen Staaten der Welt
· Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) / beinhaltet keine Anerkennung

Berufsabschlüsse
· im Bereich der Handwerkskammer - handwerklich ausgerichteter Berufsabschluss
· im Bereich der Industrie- und Handelskammer

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• AUSBILDUNG

Schule und Ausbildung
Die Schulpflicht besteht in fast allen Bundesländern auch für Kinder von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Im Allgemeinen beginnt sie nach 3 Monaten oder sobald die Familien einer Gemeinde zugewiesen sind und solange der Aufenthalt gestattet ist.
Für Rheinland-Pfalz ist die Schulpflicht im §56 des Schulgesetzes RLP geregelt
Eine Berufsausbildung begründet die Berufsschulpflicht auch über die 12-jährige Schulpflicht
hinaus.

Die Broschüre "Ausbildung in Unternehmen" mit den wichtigsten Informationen zur dualen Ausbildung hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag jetzt in den Varianten Arabisch, Farsi (persisch), Pashtu (afghanisch/pakistanisch) und Tigrinya (eritreisch/äthiopisch) veröffentlicht.
Sie richtet sich in erster Linie an junge Flüchtlinge, die ohne abgeschlossene Berufsausbildung nach Deutschland gekommen sind.
Erhältlich sind die Broschüren (Ausbildung in Unternehmen - Berufliche Perspektiven in Deutschland) bei den Industrie- und Handelskammern vor Ort und beim DIHK-Verlag.

Studium
Grundsätzlich stehen die Hochschulen auch Flüchtlingen offen, insbesondere wenn der Aufenthaltstatus geklärt ist, eine Anerkennung als Asylberechtigter oder Flüchtling vorliegt. Dazu werden natürlich auch die Bildungsvoraussetzungen und die notwendigen Sprachkenntnisse verlangt. Anerkennung bisheriger Studienleistungen wird durch die jeweilige Hochschule vorgenommen.
allgemeine Informationen:
Bundesministerium (BAMF)
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. (DAAD) - "Studieren in Deutschland - Informationen für Flüchtlinge "
Universität Trier - Projekt „Fit fürs Studium“, Studienvorbereitungslehrgang in Zusammenarbeit mit TASI Tier

Einstiegsqualifizierung (EQ)
EQ-Maßnahmen richten sich an junge Menschen, die noch keine Lehrstelle gefunden haben oder die wegen besonderer Schwierigkeiten noch nicht für eine reguläre Ausbildung geeignet erscheinen.
Es handelt sich dabei um eine Qualifikation, die überwiegend in Betrieben stattfinden muss und zur beruflichen Handlungsfähigkeit führen soll. Die Dauer reicht von 6 Monaten bis zu einem Jahr. Ob dabei eine Berufsschulpflicht besteht, regeln die Landesgesetze.
Falls die EQ auf ein späteres Ausbildungsverhältnis angerechnet werden soll, ist der Besuch der Berufsschule erforderlich. Die EQ ist sozialversicherungspflichtig und wird vergütet.
Für Flüchtlinge
· mit Aufenthaltserlaubnis ist eine EQ ohne Antrag möglich
· mit Aufenthaltsduldung oder Gestattung kann nach 3 Monaten ein Antrag bei der Ausländerbehörde gestellt werden.

Weitere Informationen:
· Bundesagentur für Arbeit
· Arbeitgemeinschaft IHK Rheinland-Pfalz
· Bundesministerium für Bildung und Forschung - "Flüchtlinge durch Bildung integrieren"

Vorbereitung für die Ausbildung:
Träger wie Bürgerservice und Palais e.V. in Trier bieten Vorbereitungskurse an, in denen Ausbildung und Qualifizierung auf die individuellen Fähigkeiten und Ressourcen der Flüchtlinge und Migranten abgestimmt werden können, um den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Bürgerservice Trier: Qualifizierung im "PraxisCenter"

Berufsausbildung
Die Regelungen zur Aufnahme einer Berufsausbildung sind prinzipiell analog zur allgemeinen Arbeitsaufnahme. Die Wartezeit beträgt einheitlich 3 Monate ab Antragstellung in der BRD.

Jede Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsgestattung und Duldung hat als Nebenbestimmung einen Vermerk zur Arbeitserlaubnis:
- Falls „Erwerbstätigkeit gestattet“ ist, kann sofort ohne Weiteres eine Berufsausbildung aufgenommen werden.
- Lautet die Nebenbestimmung „Beschäftigung nur mit Genehmigung der Ausländerbehörde gestattet“, muss bei einer Arbeitsaufnahme zuerst durch die Ausländerbehörde geklärt werden, ob die Bundesagentur für Arbeit zustimmt. Bei der Aufnahme einer Ausbildung ist die Zustimmung nicht erforderlich.
- Die Formulierung „Erwerbstätigkeit nicht gestattet“ schließt auch die Aufnahme einer Ausbildung aus.
Ab Januar 2016 können junge asylberechtigte und geduldete Flüchtlinge bereits nach 15 Monaten (bisher: 4 Jahre) Bafög oder Berufsausbildungsbeihilfe beziehen.

Berufsausbildungen können abgeschlossen werden, obwohl der jeweilige Aufenthaltsstatus befristet ist.
Solange das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, wird die Aufenthaltsgestattung verlängert. Wird die Asylberechtigung anerkannt, kann eine Berufsausbildung weitergeführt werden. In der Regel werden Befristungen mehrfach verlängert, bis eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis vorliegt.
Aber auch in Fällen, in denen keine Anerkennung erfolgt oder ein Abschiebungsverbot besteht, kann für Ausländer unter 21 Jahren, die eine Ausbildung aufgenommen haben oder dies beabsichtigen, durch die Ausländerbehörde eine Duldung ausgesprochen werden, die bis zum jeweiligen Abschluss der Ausbildung verlängert werden kann. Ausgenommen davon sind Ausländer aus sicheren Herkunftsstaaten. Falls die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde, kann Geduldeten eine weitere Bleibeperspektive gewährt werden, wenn sie im erlernten Beruf weiter beschäftigt werden können.

Weitere Informationen:
· Bundesministerium (BAMF) - ESF-BAMF-Programm
· Bundesminstierium für Bildung und Forschung (BMBF) - KAUSA - Migranten bilden aus
· Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA) - Internet-Leitfaden für Unternehmen, Flüchtlingsberater und alle anderen Personen
· Zentralverband des Deutschen Handwerks - Flüchtlinge in Berufsausbildung
· Deutscher Bildungsserver - Berufliche Integration von Migranten

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• PRAKTIKUM

Grundsätzlich gilt auch ein Praktikum als Berufstätigkeit. Davon gibt es jedoch Ausnahmen, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen und die Dauer des Praktikums 3 Monate innerhalb von 12 Monaten nicht übersteigt.

Anerkannte Flüchtlinge können jederzeit ein Praktikum aufnehmen. Es wird weder eine Genehmigung durch die Ausländerbehörde noch die Zustimmung durch die Bundesagentur für Arbeit benötigt.
Bei Asylbewerber/innen und Geduldeten mit weniger als 15 Monaten Aufenthalt ist die Zustimmung (Prüfung der Beschäftigungsbedingungen, Vorrangprüfung) durch die Bundesagentur für Arbeit erforderlich. Nach 15 Monaten entfällt die Vorrangprüfung, nicht jedoch die Prüfung der Beschäftigungsbedingungen und die Genehmigung durch die Ausländerbehörde. Asylbewerber/innen sowie Geduldete, die sich seit 4 Jahren in Deutschland aufhalten, benötigen für ein Praktikum die Genehmigung durch die Ausländerbehörde. Die Zustimmung durch die Bundesagentur für Arbeit entfällt.
Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit

Praktika zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
Info des jobcenters team.arbeit.hamburg (MAG)
Sind ab dem 4. Monat nach der Registrierung möglich, müssen aber beim Arbeitsamt beantragt werden. Für Menschen aus unsicheren Herkunftsstaaten gilt diese Frist nicht.

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• MIGRATIONSBEAUFTRAGTE DES JOBCENTERS TRIER

Aufgaben der Beauftragten für Integration und Migration
Die Beauftragte für Migrationsangelegenheiten im Jobcenter Trier, Frau Karl, und ihr Team sind zuständig für übergeordnete Fragen zur beruflichen Förderung der Kundengruppe der Menschen mit Migrationshintergrund.
Sie berät Kunden, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jobcenter Trier und organisiert Fortbildungen zum Thema, um die interkulturelle Öffnung der Verwaltung weiter voranzubringen. Zudem ist sie aktiv an Trierer Netzwerken beteiligt, die sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Arbeitsuchende und Arbeitnehmer/innen mit Migrationshintergrund und deren Familien einsetzen.

Frau Karl und ihr Team sind Ansprechpartner für die Themen:
- Arbeitsmarkt für Migrantinnen und Migranten
- sprachliche und berufliche Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten
- Beratung zur Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse Arbeitsvermittlung
· Info-Flyer "Sprache - Bildung - Arbeit" in deutsch, englisch, arabisch

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Webseite des Jobcenters.

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• STELLENBÖRSEN

Das Internet bietet mittlerweile überregionale Stellenbörsen speziell für Flüchtlinge an.

· Workeer - Jobbörse für arbeitssuchende Geflüchtete und interessierte Arbeitgeber
· Careers4Refugees - Der Stellenmarkt für Flüchtlinge
· Work for Refugees vom Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e. V.
· Jobbörse - Jobs für Flüchtlinge
· mygreatjobs - Jobs für Menschen mit Wurzeln in anderen Kulturen!
· Welcome2Work- Chancen für Flüchtlinge